Kundenmonitor Deutschland 2008: Werte sinken auf breiter Front – Freundlichkeit der Mitarbeiter lässt nach – frühere Erfolge in der Kundenorientierung schmelzen dahin

München, 26. September 2008 - Jedes Jahr ein wenig freundlicher. So haben Kunden bisher die Mitarbeiter in den Geschäftsstellen und im Handel erlebt. Jetzt scheint es, dass Kundenfreundlichkeit für die Unternehmen und Mitarbeiter an Stellenwert verloren hat: Alle im Kundenmonitor Deutschland untersuchten Branchen erreichen nicht mehr die Freundlichkeitswerte aus dem Vorjahr. Gemessen auf einer Skala von vollkommen zufrieden (=1) bis unzufrieden (=5) haben Kunden an die Optiker vor zwei Jahren noch die Traumnote 1,77 für die Freundlichkeit ihrer Mitarbeiter vergeben. In diesem Jahr geht der Freundlichkeitswert auf 1,91 zurück. Banken und Sparkassen gehen von 1,96 auf 2,02 zurück und Drogeriemärkte verlieren ebenfalls sechs Basispunkte und kommen nur noch auf eine 2,35.

Während die Freundlichkeitswerte in allen untersuchten Branchen sinken, entwickelt sich die Gesamtzufriedenheit insgesamt noch uneinheitlich. In der Kundengunst konnten sich die Krankenversicherungen, die Mobilfunkanbieter, die Fachmärkte für Heimtierbedarf sowie Banken und Sparkassen vorerst nochmals leicht verbessern. Zu den großen Verlierern in der Kundenzufriedenheit zählen dieses Jahr die Fondsgesellschaften (-10 Basispunkte) und die Lebensmittelmärkte (-7 Basispunkte).

Dies sind zentrale Ergebnisse des Kundenmonitor Deutschland 2008, der umfassendsten Langzeitstudie zur Kundenorientierung. Die unabhängige Studie misst seit 1992 jährlich die Kundenzufriedenheit bei privaten Verbrauchern in Deutschland und wird von der ServiceBarometer AG in München herausgegeben. In diesem Jahr standen 24 Dienstleistungsbranchen auf dem Prüfstand der Zufriedenheitsforscher. Annähernd 23.000 Kunden wurden von März bis September dieses Jahres repräsentativ für die deutsche Bevölkerung telefonisch befragt.

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