Kundenmonitor Deutschland 2009: Sonderthema Zusatzbeitrag in der GKV

München, 16. Juni 2009 - Seit Einführung des Gesundheitsfonds Anfang 2009 zahlen alle Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse einen einheitlichen Beitragssatz von 15,5 Prozent in den Gesundheitsfonds ein – der wiederum das Geld an die gesetzlichen Krankenkassen verteilt. Ab Juli 2009 wird dieser Einheitssatz auf 14,9 Prozent gesenkt. Zugleich ist aber mit der Erhebung von Zuatzbeiträgen zu rechnen – durch diejenigen Kassen, die mit dem ihnen aus dem Gesundheitsfonds zugeteilten Geld nicht auskommen.

Wie reagieren die Versicherten auf die Erhebung von Zusatzbeiträgen?

ServiceBarometer hat diese Frage im Rahmen des aktuellen Kundenmonitor Deutschland 2009 untersucht. Im April und Mai 2009 wurden hierzu 2.101 GKVVersicherte repräsentativ befragt. Über den Querschnitt aller gesetzlich Krankenversicherten beabsichtigen aktuell ca. 12 Prozent der Befragten einen Krankenkassenwechsel innerhalb der nächsten 12 Monate. Falls ihre eigene Krankenkasse ab Juli 2009 allerdings einen Zusatzbeitrag von 8 Euro monatlich erheben sollte, würden 36 Prozent der Befragten einen Wechsel in Erwägung ziehen

Gut 54 Prozent möchten ihrer Krankenkasse trotz Zusatzbeitrag vorerst treu bleiben. 10 Prozent können die Frage nicht abschließend beantworten. Die Ergebnisse legen also den Schluss nahe, dass der Anteil potentieller Krankenkassenwechsler durch die Erhebung eines Zusatzbeitrags etwa verdreifacht würde. Auch mit einem Anstieg der bei Krankenkassen, Arbeitgebern und Ärzten durch die Umstellung von Versicherungsverhältnissen anfallenden Kosten wäre als weitere Folge zu rechnen.

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